Die Waitomo Caves wollten wir erst eigentlich auslassen, denn die Zeit in diesem Land rennt einem fast davon. Wir entschieden uns aber dennoch zu diesem Abstecher und wurden dafuer belohnt. Ganz speziell sind naemlich die Gluehwuermer in diesen Tropfsteinhoelen. Wir fanden uns unter einem blau leuchtenden Sternenhimmel in der Hoele, ausser dass die Sterne eben die Wuermchen waren. Einmalig!
Unser Campground danach war direkt am Strand. Toller, schwarzer Sand - nur leider goss es in Stroemen und stuermte so stark in der Nacht, dass sogar unser Buessli wackelte. Zum Znacht erhielten wir von einem Fischer einen Fisch geschenkt, den er nicht brauchen konnte. So uebte ich mich zum ersten Mal mit Fisch entschuppen und filletieren.
Am naechsten Tag war das Wetter durchzogen, irgend etwas zwischen Sonne und Regen, wobei es von beiden viel gab aber doch von keinem der beiden so richtig was...
Wir hatten den Taranaki im Visier. Das waere ein bilderbuchmaessiger Vulkankegel zum anschauen, fotografieren, bewandern... Anschauen konnte man ihn - nur nicht bis ganz nach oben. Fotografieren logischerweise auch. Ganz nach oben haetten wir eh nicht wandern wollen. Um diese Jahreszeit hat es noch zu viel Schnee. Aber an den Haengen zu spazieren haetten wir uns durchaus vorstellen koennen. Machten wir auch! Erst besuchten wir einen Rhododendron Park mit supertollen Blueten und dann fuhren wir weiter den Berg nach oben zum Visi-Info. Dort starteten wir einen kleinen Rundkurs durch den Cloud-Forest. Tolle moosbewachsene Baeume und zeitweise eine herrliche Aussicht.
In der Hoffnung, am Tag darauf den ganzen Taranaki sehen zu koennen, verbrachten wir die Nacht in Stradford am Fusse des Vulkans. Unsere Hoffnung wurde durch ein unregelmaessiges "Poeperle" auf dem Autodach schon recht frueh am Morgen zu Nichte gemacht. Netterweise bliesen starke Winde, so dass wir nochmals einen kleinen Ausflug zum Berg unternahmen und uns nochmals ins Gewaelde und die Haenge stuerzten. Der Kegel entbloesste sich sogar bis weit nach oben, aber so ganz wollte er dann doch nicht und verschwand bald ganz in den Wolken. Regen folgte. Viel Regen. Sogar extrem viel Regen und noch mehr Wind. Die Fahrt auf die andere Seite der Insel war kein Vergnuegen, die Windboeen wehten uns fast von der Strasse.
Heute Morgen war dann alles anders. Voellig! Keine Wolke, strahlend blauer Himmel, aber kalt war es. Wir fuhren ganz an die Ostkueste und bestiegen einen steilen Klippenhuegel mit atemberaubender Aussicht. Dann machten wir uns auf den Weg in den Verkehr und nach Wellington, wo wir im Youth-Hostel fuer zwei Naechte untergebracht sind. Dann gehts dann auf die Suedinsel.