Von Te Anau aus, wo wir eine Nacht mit wenig Schlaf verbrachten (eine Horde deutscher Jugendlicher hatte es ziemlich lustig) fuhren wir auf der sogenannten Southern Scenic Route nach Invercargill und dann nach Bluff. Allerdings war es eine der am wenigsten szenischen Strecken, die wir bislang befahren haben. Wir haben uns schon ein wenig gewundert, wie diese Strecke zu einem solchen Name kommt. Das waere, wie wenn man die Autobahnstrecke von Winti nach Zuerich als wunderschoen bezeichnen wuerde...
In Bluff waren wir eigentlich nur gelandet, weil wir am naechsten Morgen nach Stewart Island fahren wollten. Gelohnt hat sich Bluff aber alleweil! Nebst dem, dass es eigentlich ganz schnuslig ist, fanden wir diverse Paua Muscheln - ein Hihglight. Allerdings war das Finden dieser Dinger aeusserst gefaehrlich - fuer Pia-Verhaeltnisse... Nachdem ich noch gesagt hatte, die Steine seien extrem glitschig! Jedenfalls landete Pia unsanft und scheint sich irgendwie auf nur einem einzigen Finger augefangen zu haben. Kein Wunder, dass das nicht gereicht hat um eine Koerpermasse, die im Schwung ist, sinnvoll abzufedern. Der Finger hat sich eher wie die Knautschzone des Autos verhalten als wie eine sanfte Gummimatte. Aber er ist noch dran! Und erst noch groesser als vorher!
Der naechste Morgen begruesste uns stuermisch. Es regente zuenftig und der Wind wehte wie bloed. Pia wurde es schon beim Gedanken an die Ueberfahrt in der kleinen Passagierfaehre uebel. Wir entschieden, nach reiflichem Ueberlegen, studieren des Wetterberichtes (Regen, Regen und nochmals Regen war angesagt) und genauer Beobachtung des Wetters, die Fahrt abzublasen. Keine 2h spaeter schien dann die Sonne...
Da wir nicht im Nachhinein noch auf eine spaetere Faehre wollten, fuhren wir ein wenig auf der "Scenic Route" zurueck, da man dort beim Schafe scheren zuschauen konnte. Es blieb nicht nur beim Zuschauen, wir scherten sogar selber ein wenig an einem Schaf herum. Ganz so gut wie bei den Profi Scherern kam unser Flies allerdings nicht heraus.