Queenstown & Glenorchy

Wir entflohen der Touristenflut von Queenstown (wo man gewesen sein muss, wie es scheint...) und fuhren nach Isengart. Glenorchy, das kleine Oertchen am Ende des Lake Wakatipu, liegt mitten in den Misty Mountains aus den Filmen und hat vor allem kaum Touristen, was allerdings weniger verstaendlich ist.

Queenstown hat dafuer und dawider - wie jede Touri Hochburg. Der Campground war kaum maessig, die Touriflut fast erdrueckend, aber dafuer haben wir mal eine richtig feine Pizza essen koennen. Nicht so eine Ami-Style Pizza mit 5cm dicker Belegung, nein, eine richtige Holzofen Pizza.

Wir entschieden uns, nach Glenorchy zu fahren und dort eine kleine Wanderung auf den Mt Alfred zu unternehmen. Der Wetterbericht war vielversprechend. Wir erkundigten uns im DOC Infocenter (DOC = Department of Conservation) nach der Route. Wir wurden darauf hingewiesen, dass wir dem Bauern, dem der obere Teil des Berges gehoert, anrufen muessten, um die Erlaubnis zur Besteigung zu erhalten. Natuerlich hat unter der angegebenen Nummer kein Mensch geantwortet. Die zweite Nummer, die wir erhielten, war dann erfolgreicher, aber interessiert, ob wir nun da rauf gehen oder nicht, hats den Bauern beim besten Willen nicht. Man fragt sich ein wenig nach dem Sinn...

Da es bereits Nachmittag war und die Wanderzeit auf den Gipfel mit 3-4 h (one way) angegeben wurde, machten wir an diesem Tag nur einen kleinen Spaziergang zum Lake Sylvan durch die Waelder von Lothlorien (siehe Lord of the Rings).

Am naechsten Morgen schien tatsaechlich die Sonne und so machten wir uns frohgemut auf den Weg zur Besteigung des Mt Alfred. Allerdings hatten wir so zwischen ziemlich und rein gar nichts von der Sonne, denn der Weg fuehrte durch dichten Beechforest - bis fast ganz nach oben. So was von zermuerbend! Da wandert man hoch und hoeher und sieht - Baeume. Als wir dann endlich die Buschgrenze erreichten wars bewoelkt...

Die letzten Hoehenmeter fuehrten ueber steile Grashaenge, Felsen und ueberhaengende Geroellhalden. Es war nicht nur sausteil sondern auch ebenso rutschig. Die Kraxelei der letzten paar Meter hat sich dann aber durchaus gelohnt, denn die Aussicht auf die umliegenden Taeler war atemberaubend. Dass wir beinahe vom Gifpel geweht wurden gehoert in einen anderen Bericht...

Den Abstieg vom Berg hatten wir uns schwieriger vorgestellt, aber da es so rutschig war, flitzten wir in hohem Tempo die Haenge wieder runter, so dass wir nach rund 5h wieder unten waren.

Die Wetteraussichten fuer die naechsten paar Tage sind durchaus annehmbar. Wir starten also Richtung Milford Sound, wo wir zwar nicht auf den beruehmten Treck gehen koennen (der war schon vor 2 Monaten ausgebucht), aber zumindest die Aussicht geniessen werden.




03.12.2006
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